Es war eine herzerwärmende Nachricht, dass die Berlinale auf die Idee kam, den unlängst verstorbenen Mario Monicelli mit einem Special zu ehren. Diese Geste verrät ein unverhofftes Bewusstsein des Festivals für die eigene Geschichte und die Bedeutung dieses Regisseurs, der hier schließlich eine erkleckliche Anzahl an Silbernen Bären gewonnen hat. Eine Gala ist er dem Festival dann doch nicht wert; die Vorführung vom „Marchese del Grillo“ wurde auf einen für praktisch jedermann ungünstigen Termin am Samstagmorgen verbannt. Warum so halbherzig? Mit einem Abwesenden lässt sich auf dem roten Teppich kein Staat machen – außer zum Zwecke der Demonstration zivilbürgerlichen Engagements wie im Falle Jafar Panahis. Die Filmgeschichte bietet eben nicht immer Gelegenheit für einen Photocall, bei dem der Festivalleiter sich als jovialer Kommunikator präsentieren kann.
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